Im Westerwald gibt es zwei,drei, kleine Felsmassive mit Schwierigkeitsgrad 4 bis 5.Um das Kletterniveau anzuheben und eine Kletterszene zu etablieren, versuchte ich schon längere Zeit neue Felsmassive ausfindig zu machen.
Im Frühjahr 1997 war es dann soweit. Ein Mitglied des hiesigen DAV erzählte mir, dass es in Westerburg eine Felswand gäbe. Kurzerhand fuhr ich dorthin und staunte nicht schlecht, als ich eine ca. 30m- breite Wand vor mir sah, mit den unterschiedlichsten Felsstrukturen - die Katzensteine. Unberührter Fels, wer träumt nicht davon ? Schon jetzt stand fest, dass die Katzensteine das bedeutendste Felsmassiv im Westerwald sein würden.
Am darauffolgenden Wochenende fing ich damit an, zwei Routen einzurichten. Vom Lärm der Bohrmaschine angezogen, stand plötzlich der Revierförster auf dem Felskopf über mir. Ich liess mir die Besitzverhältnisse der Katzensteine erklären. Der Förster erzählte mir, dass der Wald incl.der Katzensteine Privatbesitz sei und einem Freiherr von Hövel gehören würde. Ich bat ihn, mir die Telefonnummer von Herrn Hövel zu geben. Am nächsten Tag versuchte ich mich sofort mit Herrn Hövel in Verbindung zu setzen, was kein leichtes Unterfangen werden sollte. Ein Gutsherr hat viele Verpflichtungen. Zwei Wochen später konnte ich ihn dann endlich erreichen. Ich unterbreitete ihm meine Idee, die Katzensteine als Klettergarten zu erschliessen. Er versprach mir, darüber nachzudenken und mich dann wieder zurückzurufen. Natürlich meldete ich mich jede Woche bei ihm, bis wir dann schliesslich nach sechs Wochen einen Termin vereinbaren konnten. Bei diesem Treffen wurden Einzelheiten vor Ort besprochen. Es sollte zu einem Nutzungsvertrag kommen.
Nun schaltete ich den hiesigen DAV ein. Mit dessen Vorsitzenden und Herrn von Hövel konnte ich nach vier Wochen einen zweiten Termin vereinbaren. Dabei wurden wichtige Fragen wie die Nutzung der Felsen und der Umweltschutz erörtert. Weitere vier Wochen später hatte der DAV den Nutzungsvertrag unterschriftsreif vorliegen. In den Folgemonaten entstanden 19 Routen.
Die Katzensteine bestehen aus gewachsenem Basalt und es herrscht überwiegend Wand und Rißkletterei vor.
Ausrichtung: Südlich Wandhöhe: 10 - 15m Gestein: Basalt
|
|
|
|